Förderverein Maritimer Denkmalschutz e.V.
 

Leuchtturm Eckwarderhörn

Leuchtturm Eckwarderhörne (Preußeneck)

 

Die engste Stelle des Jadebusens, das kleine Eckwarderhörne wurde 1853 von Kaiser Wilhelm gekauft. Dazu schreibt Hans Rudolf Mengers vom Rüstringer Heimarbund: "Preußen erwirbt 1853 von Oldenburg Land an der Jade zur Anlage eines Kriegshafens (heute Wilhelmshaven), dazu gehört auch der äußerste Zipfel von Eckwarderhörn, auch Preußeneck genannt. 1937, nach 84 Jahren gingen Wilhelmshaven und das Preußen-Eck im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes im Oldenburger Land auf.

 

Eckwarden OF 1
Eckwarden UF 1

In den Jahren 1914/15 wurde an der Südwestecke Butjadingens bei Eckwarden eine Richtfeuerlinie eingerichtet. Das 20 m hohe Oberfeuer bestand aus einem schwarzen zylinderförmigen Gaskessel, der sich nach oben verjüngte. Auf der oberen Plattform mit Galerie befand sich das Leuchtfeuer mit Gasglühlichtbrenner. Eine zweite Galerie befand sich auf halber Höhe des Turmes. 1930 wurde neben dem Turm ein zweiter Gaskessel aufgestellt und im unteren Bereich oberhalb der Fußstreben ein Warnfeuer mit Seelaterne eingerichtet. Umfangreiche Renovierungsarbeiten wurden 1935/36 an dem Bauwerk durch geführt. Das feste weißes Feuer des Oberfeuers Eckwarden war 20 Seemeilen weit sichtbar. Auf der oberen Plattform mit Galerie befand sich das Leuchtfeuer mit Gasglühlichtbrenner. Eine zweite Galerie befand sich auf halber Höhe des Turmes. 1930 wurde neben dem Turm ein zweiter Gaskessel aufgestellt und im unteren Bereich oberhalb der Fußstreben ein Warnfeuer mit Seelaterne eingerichtet. Umfangreiche Renovierungsarbeiten wurden 1935/36 an dem Bauwerk durch geführt. Das feste weißes Feuer des Oberfeuers Eckwarden war 20 Seemeilen weit sichtbar der sich nach oben verjüngte. Auf der oberen Plattform mit Galerie befand sich das Leuchtfeuer mit Gasglühlichtbrenner. Eine zweite Galerie befand sich auf halber Höhe des Turmes. 1930 wurde neben dem Turm ein zweiter Gaskessel aufgestellt und im unteren Bereich oberhalb der Fußstreben ein Warnfeuer mit Seelaterne eingerichtet. Umfangreiche Renovierungsarbeiten wurden 1935/36 an dem Bauwerk durch geführt. Das feste weißes Feuer des Oberfeuers Eckwarden war 20 Seemeilen weit sichtbar.

Eckwarden OF 2
Eckwarden UF 2

Etwa an der Stelle des alten Oberfeuers auf dem Flügeldeich bei Eckwarderhörn wurde 1962 ein neuer konisch zulaufender Turm, das Oberfeuer Eckwarden, erbaut. Zur Gründung wurden je 4 Einzelfundamente errichtet. Die Fundamente verband man mit Stahlbetonbalken. Auf diesem Fundamenten baute man anschließend den Turm mit dem aufgesetzten Laternenhaus und Galerie, das über eine Wendeltreppe zu erreichen ist. Das in einer Höhe von 41,6 m befindliche Leuchtfeuer wird über eine Linsenleuchte mit einer 24V/250W-Glühbirne bei Nacht 21 Seemeilen weit getragen. Neben dem Oberfeuer steht ein Betriebsgebäude mit Notstromaggregat für das Ober- und Unterfeuer. Das Unter- und Quermarkenfeuer Eckwarden, ein 18,4 m hoher Stahlturm mit aufgesetzem Laternenhaus und Galerie, befindet sich in einiger Entfernung im Watt. Im Laternenhaus befindet sich eine Gürtelleuchte von 150 mm Brennweite und 12,7 Seemeilen Reichweite. Das Quermarkenfeuer ist heute nicht mehr in Betrieb.

Durch den Bau des Jade-Weser-Ports wird es im Fahrwasserbereich der Richtfeuerlinie Eckwaren Veränderungen geben. Die Richtfeuerlinie wurde abgeschaltet und durch die Feuerlinie Jappensand ersetzt. Das Unterfeuer-Eckwarden wurde  zurückgebaut.

 

 

Das alte Oberfeuer Eckwarden konnte durch eine Bürgerinitiative in letzter Minute gerettet werden. Eine Stiftung soll sich zukünftig um den Erhalt des Turmes kümmern.

 

Foto: Eckwarden-Oberfeuer 1914/15, Zeichnung Eckwarden-Unterfeuer 1914/15, WSA. Wilhelmshaven Eckwarden-Unterfeuer 1962, Paul Mydla, Wilhelmshaven